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Rechnen mit Tabellen
Consul - the educated monkey
Der neue Liebling in der Rechenmaschinenfamilie dieser Sammlung:

Stellt man an den Füßen von Consul die beiden Faktoren ein, so kann man zwischen seinen Händen auch gleich das Ergebnis ablesen. Ergänzend lässt sich auch mit einer Additionstabelle arbeiten.

Die zugehörigen Erläuterungen liefern mit der Skizze auch schon einen ersten Erklärungsansatz. Der Nachbau wird es wohl dann zeigen, ob der Klon auch gebildet ist!
RECNOMATIC
Das in der Bauweise sehr unserem Consul ähnelnden Rechenspiel für die Grundrechenarten stammt aus den 70zigern. Sind beim Consul noch Einschränkungen auf Multiplikation und Addition und keine Verarbeitung gleicher Summanden/Faktoren hinzunehmen, so ist das hier durch die veränderte Konstruktion möglich.

Dieses Exemplar stammt aus der Lizenzproduktion VDS-Werbung, Willsbach, W.-Germany.
Wolverine
Eine kleine Rechenmaschine, die wohl eher zum Üben für Rechenanfänger gebaut wurde, stellt verschieden Subtraktionsaufgaben. Ähnlich wie bei einem einarmigen Banditen, wird durch den rechten Hebel eine Walze in Rotation versetzt, die dann an immer anderen Stellen zum Stillstand kommt. Leider ist dieses Modell nicht mehr ganz vollständig, da eine Klappe für die Ergebniskontrolle fehlt.
Hersteller: Wolverine Toy Company Pittsburg, USA
US Patent No. 2,310,898


Die Stricknadelmaschine
Eine in meinen Augen schon geniale Idee fand ich bei einem hessischen Kollegen R. Atzbach,
der für seine Schüler in der 6. Klasse folgende Idee umgesetzt hat:
Auf Karteikarten werden für jede natürliche Zahl die Teiler erfasst, indem man die Karten an den betreffenden Stellen einkerbt. Durch das Einstecken einer Stricknadel an einer beliebigen Stelle, lässt sich sehr leicht die Eigenschaft gemeinsamer Teiler ermitteln und ebenso der GGT. Ich finde: eine gelungene mechanische Umsetzung!

Multiplikationstabellen
Dieses nur 3 cm große Rechenmaschinchen dürfte dem Einen oder Anderen schon mal beim kleinen 1x1 über die Runden geholfen haben. Durch Drehung an der schwarzen Plastikschraube lässt sich der Faktor verstellen und auf beiden Seiten dieses kleinen Helfers sind die Vielfachen abzulesen. Mal was sinnvolles aus einem Ü-Ei - war gerade eine wirkliche Überraschung!

So könnte es wohl auch bei diesem alten Schulzahlenspiel heimlich geholfen haben:

DARNLEY'S PATENT ROTABLE LIGHTNING CALCULATOR,
PENCIL CASE, RULER & MEASURE

Dieser Federkasten (24cm x 3,5cm ø) mit Lineal und Rechentabelle stammt aus englischer Produktion um 1920.
Der mittlere Teil kann gedreht werden, so dass man zu verschiedenen Faktoren zwischen 1 und 20 die Produkte in kleinen
Fenstern abgelesen werden kann.
British Patent: 167699/21
Deutsches Patent: 797458

Aus Schulzeiten kennt vielleicht der Eine oder Andere auch noch diese Variante aus der jüngeren Zeit (Plastik):

Leider sind diese Stifte nur noch selten zu finden!
Diesen habe ich z.B. in Amerika/Ebay ersteigert - ein interkontinentales Sammelstück!
Tabellenbücher
Es gibt aber fleißigere Varianten in Form von Tabellenbüchern:


Auch dürften die Tafelwerktabellen für Quadrat- und Kubikzahlen, trigonometrische und logarithmische Funktionen
und viele andere Anwendungen einigen noch ein Begriff sein.
Ein anderes Werk dieser Art stellt Multi-Divi von Wilken Wilkenson (Schweden,1956) dar. Es ist wesentlich ausführlicher und trägt innen Aufkleber mit der Aufschrift ADDIATOR Rechenmaschinenfabrik C.Kübler.

Ebenso ist auch das Tabellenbuch Multipan von Ludwig Grosse aufgebaut. Die Stellenzahl der Faktoren ist aber durchaus noch größer als im Multi-Divi, obwohl dieser Multipan "nur" die Grundvariante darstellt.


Die Anleitung zum Umgang steht hier als Download zur Verfügung.
Rechenscheiben
Tabellen in dieser Form und Anordnung gehören zum Urgestein der Rechenhilfsmittel. So finden sich in den sogenannten Pythagorischen Tafeln (siehe Bischoff) die Faktoren des kleinen 1x1 wieder. Für Abwandlungen der Anordnung in Kreisform gibt es mehrere historische Vorlagen. Herr Stefan Weiß geht zum Beispiel in einem Artikel auf eine Rechenscheiben ein, die auf einen französischen Erfinder zurückgehen soll.
Ich möchte Ihnen die Grüsonsche Rechenscheibe (Quelle: Bischoff, siehe Literatur) an dieser Stelle vorstellen:

Auf dieser Rechenscheibe ist eine Additions- und Subtraktionstabelle, 8 Abteilungen für ganzzahlige Multiplikationen und Divisionen unter Einbeziehung von Restklassen. Meinerseits habe ich auf dem Nachbau die Quadrat- und Kubikzahlen ergäzt.
Hier steht eine Kopiervorlage zum Download,
mit der Sie leicht ein funktionsfähiges Modell nachbauen können.
Der nächste kleine methodische Schulhelfer beim Lernen lässt weniger aufwendig herstellen, hat aber einen guten Effekt:

Auch hier steht eine Kopiervorlage zum Download,
mit der Sie leicht ein funktionsfähiges Modell nachbauen können.
Spezielle Geräte
Ein sehr schönes Stück in meiner kleinen Sammlung habe ich Anfang 2004 in London-Greenwich in einem Laden für nautische Ausrüstungen für ungefähr 5 Pfund erworben.

Dieser kleine 50-jährige Kalender berechnet zu jedem Datum den entsprechenden Wochentag. Eine zugegeben sehr fleißige und mühevolle Arbeit! Hier sind keine Kalenderformeln realisiert, sondern "lediglich " sich wiederholende Reihenfolgen kreisförmig aufgelistet.
Trotzdem ein Stück, an dem ich nicht vorbeigehen konnte!
Rechenwaage
Die Rechenwaage dient zum Beispiel Grungschülern im elementaren Zahlenbereich einfache Zusammenhänge wie z.B. 3+4=7 im wörtlichen Sinne zu begreifen. Die Gleichungen können ausgewogen werden. Das hier vorgestellte Material ist in Ungarn hergestellt worden und stammt vermutlich aus den 50ziger Jahren.



Ein französisches Gegenstück Balance a calculer ist bei
Rechenwerkzeuge von R. Atzbach zu sehen.
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